Montag, 12. März 2018

12. März 1918


„Viel Erholung brauchte die Truppe diesmal nicht und so wurde unverzüglich an die Ausbildung gegangen, die völlig auf die Erfordernisse der Angriffsschlacht zugeschnit-ten war. Aufbau zum Angriff, Einbruch in die gegnerische Stellung, Durchstoß und Kampf in der Tiefenzone, Kampf um die II. Stellung – das waren so die Aufgaben, die damals auf den Hängen nördlich und westlich Villers en Cauchies oder auf dem großen Exerzierplatz bei der Fe. Cannone zu lösen versucht wurden. Hand in Hand damit gingen Erkundungen von Offizieren in den Stellungen westlich Honnecourt, wo gerüch-teweise das Regiment in der großen Offensive zum Einsatz kommen sollte. Ein un-glücklicher Granatschuß am 12. März in ein mit Erkundern besetztes Lastauto am Südausgang von Bantouzelle riß hierbei eine schwere Lücke ins Regiment: der Adjutant des I. Bataillons, Leutnant Hohl, und seine Gefechtsordonnanz, Gefreiter Schill, fielen, der Bataillonskommandeur, Hauptmann Schwenzer, und mehrere Offiziere, unter ihnen Oberleutnant Wulz und Leutnant d. R. Schenk, wurden schwer verwundet, außerdem bewährte Meldegänger, wie Sergeant Holzbauer und Gefreiter König. Diese Verluste drückten merklich auf die Stimmung, die sonst trotz der Länge des Kriegs gut und zuversichtlich genannt werden durfte.“
                                                                                                                                                                 

aus: „Die Ulmer Grenadiere an der Westfront“, Stuttgart 1920

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