Donnerstag, 8. März 2018

8. März 1918


„Die Bugbrücke von Gaiworon. 40 Kilometer westlich von Christinowka, bei Sjat-kowcze überschneidet die Schmalspurbahn Gaissin – Olwiopol die Staatslinie nach Wapnjarka, 40 Kilometer südlich dieser Kreuzung liegt Gaiworon als eine der größten Stationen der Nebenbahn. Podgorodnaja machten wir nach längerem Suchen – denn wir besaßen kein Kartematerial – als vorletzten Endpunkt derselben Kleinbahn, nahe bei Olwiopol und 160 Kilometer von Christinowka entfernt gelegen aus. Aber auf solche Entfernungen schickt man nicht ein Häufchen von 30 Gewehren ohne Rückhalt. Ritt-meister Keetmann mit seiner 11. Kompagnie und M.-G.-Zug Schniepp traten die Reise nach Gaiworon und Podgorodnaja an.
Zwei Tage vergingen, dann meldete der Telegraph das Gefecht bei Sinjucha: die 11. Kompagnie mußte der vielfachen Übermacht mit Artillerie auf Jusepol zurückgehen, um nicht abgeschnitten zu werden. Diese Nachricht schlug ein und das ganze III. Bataillon wurde jetzt für Podgorodnaja bestimmt; gut, daß die rote Garde der 11. Kompagnie nicht nachdrängte, denn es dauerte vier Tage, bis die Bewegung beginnen konnte; erst waren andere Truppen heranzuziehen.“
                                                                                                                                                                 

aus: „Das Württembergische Landw.-Infanterie-Regiment Nr. 121 im Weltkrieg 1914-1918“, Stuttgart 1925

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