Donnerstag, 15. März 2018

15. März 1918


„Am 12. März wurde der Stab I./49 zur Orientierung im Abschnitt der 36. Inf.-Division, am 13. der Regimentsstab nach Origny vorgezogen, um sich vom Artilleriekommandeur der 1. bayrischen Inf.-Division in die Angriffsvorbereitungen einweisen zu lassen. Eine gewaltige Arbeit war hier für den ersten Einsatz des Angriffes ins Werk gesetzt worden und es begann überall ein fieberhaftes Studieren aller Befehle und Errechnen der Schießentfernungen unter genauer Berücksichtigung der für die einzelnen Geschütze festgestellten besonderen Streuverhältnisse. Es fanden Unterweisungen der Offiziere über den Gang des Angriffsverfahrens und der Herstellung der Schießgrundlagen mit Hilfe von Tabellen, ferner über Berücksichtigung der Witterungseinflüsse statt. Noch am letzten Tag vor dem Angriff wurden die Batterien mit je zwei Maschinengewehren ausgerüstet, die besonders gegen Flieger in Betracht kommen sollten. Sie wurden auf Munitionswagen mitgeführt.
Stab III./49 wurde am 15. März nach Villers le Sec vorgezogen, um sich beim Artil-leriekommandeur der 37. Inf.-Division in Parpéville zu melden, welcher die Abteilung für die Einleitung der Angriffsunternehmung unterstand. Die Batterien der III./49 folgten nach Villers le Sec, wobei an einem Bahnübergang ein Unglücksfall der 7./49 durch einen Eisenbahnzug erfolgte, der das letzte Fahrzeug erfaßte und dadurch den Unteroffizier Vollm tödlich und zwei Kanoniere leicht verletzte.“


aus: „Das 3. Württembergische Feld-Artillerie-Regiment Nr. 49 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1922 

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