Mittwoch, 21. Januar 2015

21. Januar 1915




„Die Gegend von Sennheim wurde für die Kompagnie längere Zeit der Kriegsschauplatz. Sie war heiß umstritten. Die Franzosen wollten im Oberelsaß den Rhein gewinnen; wir mußten ihnen das verwehren. So war die Höhe 425 westlich Sennheim für uns ein besonders wichtiger Punkt und die Kompagnie mußte sie besonders stark an Unterstandsbauten machen.. Am 4. Januar 1915 war die Höhe verloren gegangen, am 5. wurde sie wieder genommen. Vizefeldwebel Hoyler war Führer der Pionierbauabteilung; Oberleutnant Schnürle befand sich bei ihr. Der Kampf wogte in der Frühe des 5. Januar noch hin und her. Oberleutnant Schnürle wollte einen noch von Franzosen besetzten Graben mit einigen Pionieren säubern, wurde aber dabei verwundet und schied aus. (Leider erlag am 21. Januar 1915 der brave Kompagnieführer seiner Verwundung.) Vizefeldwebel Hoyler blieb auf der Höhe und hielt sich auf ihr mit ½ Zug 1./Res,-Pi. 20, bis am 6. Januar, 2 Uhr morgens, Ablösung erfolgte. Die Kompagnie verlor 11 Tote und Vermißte (darunter Gefr. Kettenacker, Pion. Martini, Specht, Illi, Fritz, Stadler, Schaupp). Vizefeldwebel Hoyler und 5 Pioniere wurden verwundet. Die Kompagnieführung übernahm nun der von seiner Verwundung wiedergenesene Leutnant Stohrer.“

aus: „Das württembergische Pionier-Bataillon Nr. 13 im Weltkrieg 1914-1918“, Stuttgart 1927

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