Dienstag, 1. Dezember 2015

1. Dezember 1915


„An Weihnachten kommen wir nicht weg (Urlaubssperre). Zurzeit viel feindliches Feuer auf unsere Stellung und viel Regen. Die Verhältnisse in Stellung, Gräben und auf den Waldwegen sind nicht zu beschreiben, oft über 1 m tief Wasser! Wir müssen nach dem 100 Meter entfernten Feinde Durchstiche durch die Brustwehren machen, damit das Wasser abfließen kann. Diese Arbeit ist nur bei Nacht Möglich. Tag und Nacht wird Wasser gepumpt oder vorsichtig herausgeschafft, Die 30 vorhandenen Pumpen reichen noch nicht aus; sie sind oft bald beschädigt. Es ist namenlos schwierig in unserem Abschnitt. doch sind wir sonst guten Muts. Wir können uns mit dem Gegner trösten; ein gestern übergelaufener Franzose hat angegeben, daß auch ihre Gräben voll Wasser seien.“


aus: „Das Württembergische Infanterie-Regiment Nr. 478 und seine Stammtruppen Brigade-Ersatz-Bataillone Nr. 51, 52, 53 und Ersatz-Infanterie-Regiment Nr. 51“, Stuttgart 1924

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