Samstag, 2. Januar 2016

2. Januar 1916


„So kam das zweite Weihnachtsfest in Feindesland und der Übergang ins dritte Kriegs-jahr, ohne daß auch nur im Geringsten ein Nachlassen der Kriegsfurie, ein Übergang zu Sieg oder Niederlage zu bemerken gewesen wäre. Im Gegenteil! Überall auf allen Kriegsfronten zeigte sich eine immer größer werdende Steigerung in der Wahl und Anwendung der Kriegsmittel, kein Mensch konnte auch nur ahnen, wie lange das noch dauern werde, alle Kriegführenden strengten ihre Kräfte aufs äußerste an, sobald wie möglich eine günstige Entscheidung herbeizuführen, und so standen noch schwere Kämpfe bevor. Mit Gottvertrauen und mannhafter Zuversicht auf eine siegreiche Entscheidung sah man der Zukunft entgegen und hoffte das Beste. Mit frischem Mut trat man ins neue Jahr und der Dienst im Schützengraben nahm seinen gewöhnlichen Fortgang.“


aus: „Das Württ. Infanterie-Regiment Nr. 180 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1921

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