Freitag, 12. Februar 2016

12. Februar 1916


„Das Stellungsgelände, in dem das Regiment eingesetzt war, bot der gegnerischen Luftaufklärung und Schußbeobachtung aus der Luft sehr günstige Anhaltspunkte durch Kanal und Bahnlinie. Die Stellungen waren daher bei der stets sehr regen feindlichen Fliegertätigkeit auch der Artilleriebeschießung besonders ausgesetzt. Die Gegend des Kanalknies, die Annäherungsgräben entlang der Bahn nach Höhe 60, die an diesem Wege liegenden Bereitschaften von Inf.-Reg. 127, die Bereitschaften am Kanal, weiter vorne die zweite Stellung der Infanterie bei Handgranaten-Ecke, Kampe- und Fasanerie-Geschütz und besonders der Dammzug und Kanalbatterie erhielten fast täglich Feuer. Bei Kampe-Beobachtung fiel am 12. Februar der Kanonier Wanner der 1./49 durch eine feindliche Gewehrgranate. Die Stellung der Kanalbatterie zeigte sich als besonders ungünstig, weil die in nächster Nähe liegenden Infanteriebereitschaften unter dem Feuer auf die Batterie zu leiden hatten. Es wurde deshalb die Beschränkung dieser Feuer-stellung auf zwei Geschütze angeordnet, während die anderen vier Geschütze, von 3./49 gestellt, anfangs Februar eine neue Stellung dicht östlich Klein-Zillebeke zu beziehen hatten. Dieser Batterie lag gleichzeitig die Besetzung der linken Beobachtungsstelle auf Höhe 60 ob.“



aus: „Das 3. Württembergische Feldartillerie-Regiment Nr. 49 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1922

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