Sonntag, 7. Februar 2016

7. Februar 1916


Gefreiter Friedrich Schmid
XIII. Armeek., 27. Div., Inf.-Rgt. 124, 1. Komp.
gefallen 7. Februar 1916
Der ledige Pferdebauer Friedrich Schmid ist der einzige Sohn des früheren Landwirts und derzeitigen Privatiers Adolf Schmid, wohnhaft Spitalstraße 1 hier, und dessen Ehefrau Maria, geborene Haag. Er ist geboren am 6. Oktober 1890 zu Stroppelhof, Gemeinde Wolpertswende O.-A. Ravensburg. Nach Entlassung aus der Volksschule betätigte er sich als Stütze seiner Eltern in deren landwirtschaftlichem Betrieb und besuchte zwei Winter die landwirtschaftliche Winterschule in Ravensburg. Im Jahre 1911 verkauften die Eltern ihr Hofgut und zogen von Stroppelhof hierher. Friedrich Schmid genügte von 1911 bis 1913 seiner Militärdienstpflicht beim hiesigen Infanterie-Regiment 124, in der 6. Kompagnie. Hernach war er in Stellung an der Fürstlich Wolffegg’schen Domäne, namentlich in dortiger Pferdestallung und an der Fohlen-weide. Als zuverlässiger, nüchterner und herzensguter Mensch war er allgemein beliebt. Am 2. August 1914 zog er mit seinem Regiment zum Kampfe aus, stand in den Argon-nen, bei Verdun und Ypern und erfüllte auch als Soldat treu seine Pflicht Die silberne Verdienstmedaille schmückte seine Brust. Bei Ypern war es, wo ihm ein feindlicher Granatschuß (Genickschuß) die Hauptschlagader am Hals zerriss, am 7. Februar 1916, und ihn sofort tötete. Im dortigen Soldatenfriedhof liegt er auch begraben, tief beklagt von den betagten Eltern.“


aus: „Schwäbische Helden Weingarten (in Wttbg.) im Weltkrieg“, Stuttgart 1920

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