Samstag, 13. Februar 2016

13. Februar 1916


„Da nicht alle Verwundeten und Kranken in den Lazaretten des Feldheers bis zur Genesung behandelt werden können, und selbst im ruhigen Stellungskrieg die Feld-lazarette immer wieder entleert werden müssen, waren Krankenhäuser in der Etappe und Heimat, Transportmittel, um die Kranken dort hin zu bringen, ferner Arzt und Pflege-personal erforderlich. Aus diesem Bedürfnis erwuchs die große Organisation des Etappen- und Heimat-Sanitätsdienstes, dessen Gliederung in kurzen Zügen folgende ist: Die Armee war diejenige Einheit, deren Arbeitsgebiet von der Front bis in die Etappe hineinreichte, während der Dienstbereich des Armeekorps vor der Etappengrenze endigte. Krankenverteilung und -Abschub, Materialnachschub im Armeebereich regelte der Armeearzt. Ihm unterstand der Etappenarzt für die besonderen Einrichtungen der Etappe, er veranlaßte die Einrichtung der Krankensammelstellen durch die Kranken-transportabteilung, forderte die nötigen Lazarettzüge beim Chef des Feldsanitätswesens an, und verfügte die Einrichtung der Kriegslazarette, Seuchenlazarette, Leichtkranken-abteilungen, Genesungsheime usw.“


aus: „Das Sanitätswesen im Weltkrieg 1914–18“, Stuttgart 1924

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