Samstag, 18. Juni 2016

18. Juni 1916


„Die Verluste in der Stellung waren trotz des zeitweise recht heftigen feindlichen Artilleriefeuers gering. Dagegen begann die manchmal wahnsinnige Hitze auf den Gesundheitszustand der Truppe bedenklich zu wirken. Eine Magen- und Darmkrankheit griff erheblich um sich. Auch brachte das Sumpfgelände zwischen Bogorodica und Stojakovo einige Malariafälle zum Ausbruch.
Für die Kranken konnte in Stojakovo sehr gut gesorgt werden. Die Ärzte, Stabsarzt d. Ldw. Dr. Staiger, Oberarzt d. R. Dr. Landerer und Mutschler, sowie Assistenzarzt d. Ldw. Dr. Grundler hatten in einigen Häusern des Dorfes ein „richtiges“ Lazarett mit innerer und äußerer Station eingerichtet, in dem in einer besonderen Küche für die Darmkranken gekocht werden konnte. Dadurch wurde es möglich, eine große Anzahl Kranker, die man unter sonstigen Verhältnissen hätte abschieben müssen, dazubehalten und nach ihrer Wiederherstellung sie ihren Kompanien wieder zuzuführen.“


aus: „Das Füsilier-Regiment Kaiser Franz Joseph von Österreich, König von Ungarn (4. württ.) Nr. 122 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1921

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