Montag, 20. Juni 2016

20. Juni 1916


„Der Fronteinsatz machte eine Aufteilung des Bataillons nötig. Die 1. Kompagnie unter Hauptmann Raiser und Feldwebel Strauß wurde nach St. Blasien gelegt, die 2. unter Hauptmann Holland mit Feldwebel Roser, samt dem Bataillonsstab nach Burg-Breusch, die 3. unter Hauptmann Schickhardt mit Feldwebel Baumeister in die Schützengräben am Spitzemberg, die 4. unter Hauptmann Bardili mit Feldwebel Herter nach Proven-chères. Während die 1. Kompagnie außerhalb des französischen Feuerbereichs allerlei Dienste in und hinter der Front zu verrichten hatte, bestand die Tätigkeit der 2. zumeist aus Wachtdienst in Saales und beim Divisionsstab, dessen Bedeckung sie war. Die 4. stellte neben der Ortswache weitere Wachen im „Granatwäldchen“ mit den Nachtposten im Favegrund in vorderer Linie, dann in Beaulay, in Petite- und Grande-Fosse. Die in der Front eingesetzten Teile standen in gut ausgebauter, dauernd verstärkter Stellung dem Feind gegenüber und wurden im Wechsel von den anderen Kompagnien abgelöst. Die Unterkünfte und Wachen lagen zumeist im Schußbereich der französischen Batterien, die nicht gerade untätig waren. Doch blieben die Verluste gering, auch in der Grabenstellung am Spitzemberg.“


aus: „Landsturm vor! Der mobile württembergische Landsturm im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart, 1929

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