Donnerstag, 15. Dezember 2016

15. Dezember 1916


„Unter den widrigen Witterungsverhältnissen, dem Kampf mit Schmutz. Kälte, Regen und Schnee litt die Truppe schwer und der Krankenstand wuchs beim Mangel an warmer Verpflegung in der vorderen Linie ständig. Zwar war Ende November der erste große Nachersatz seit der Sommeschlacht mit 328 Mann ins Regiment eingereiht worden, aber trotzdem schmolz die Grabenstärke mehr und mehr zusammen, so daß einzelne Kompagnien nur noch 80 Köpfe zählten, was für die damalige Zeit ganz außerordentlich niedrig war. Es war daher höchste Zeit geworden, daß den Leuten, die seit Sommeschlacht und Wytschaetebogen nur knapp 2 Wochen in Ruhe gelegen waren, mehr Ausspannung gegönnt wurde, was man endlich dadurch erreichte, daß je ein Bataillon I. R. 127 den 3 andern Regimentern der Division von Mitte Dezember ab zur Verfügung gestellt wurde. Dadurch ließ sich die Ausdehnung der Ruhetage auf jeweils 6 und die Zurücknahme des Ruhebataillons in den südlich Caudry gelegenen Unterkunfts-raum des I. R. 127 ermöglichen.“


aus: „Die Ulmer Grenadiere an der Westfront“, Stuttgart 1920

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