Sonntag, 18. Dezember 2016

18. Dezember 1916


„Während der Bayer. 11. Inf.-Division für 11. Dezember die Linie Marghiloman –Socoalele – Persica – Grindasi, für 12. Slobozia – Grunti Colelia, für 13. Smyrna – Nikolesti – Padina – Coldaresti als Marschziele im Osten befohlen wurden, hatte das Württ. Gebirgs-Bataillon nach Nordwesten zurückzumarschieren, um über Ploesti den Anschluß an das Alpenkorps zu finden. Zum zweitenmal in diesem Feldzug geriet das Württ. Gebirgs-Bataillon ins Hintertreffen, in den Bereich der Etappe; sich wieder zu den kämpfenden Truppen durchzuschlagen bis in die 1. Linie war möglich nur durch Gewaltmärsche, die Höchstleistungen forderten von Mann und Pferd. Auf geradezu entsetzlichen Wegen wurde am 11. Dezember Dragoesti erreicht, belegt von Kolonnen der 115. Inf.-Division, am 12. Dezember Ferbinti an der Jalomita (belegt vom Gen.-Kdo. 54 und Teilen der 41. und 109. Inf.-Division, 6. und 7. Kav.-Division). Die ver-brannte Brücke von Ferbinti zwang am 13. Dezember zu einem Umwege über Miesunesti –  Greci – Miesunesti Miara; die Abteilung Zickwolff kam in Suditi, Lieb in Petchi und Nucii, Stab und Abteilung Gößler in Netecesti sehr gut unter. Das gute Quartier einerseits, die ungeheuerlichen Wege und die damit verbundenen Anstreng-ungen andererseits veranlaßten den Major Sproesser, den 14. Dezember als Rasttag zu bestimmen und für 15. Dezember den Abmarsch nach Buda und Palanca zu befehlen. Vorsichtigerweise schickte er zur Erkundung des Weges und vor allem des Prahova-Überganges die Oberleutnants Zluhan und Roller und Leutnant Vischer mit einigen Reitern voraus, so daß bis zum Eintreffen des Württ. Gebirgs-Bataillons an der Prahova bei Palanca eine Behelfsbrücke aus Fahrzeugen aller Art hergestellt war. über welche die Schützen trockenen Fußes hinübergelangten. Alles andere ging durch die ziemlich tiefe Furt. Am 16. Dezember bei dickem Nebel brach 8 Uhr vormittags das Württ. Gebirgs-Bataillon von Buda auf zum Marsche nach Ploesti, das nach einer Stunde Wegrast mittags erreicht wurde.“

aus: „Die Geschichte der Württembergischen Gebirgsschützen“ׅ, Stuttgart 1933


Keine Kommentare:

Kommentar posten