Samstag, 3. November 2018

3. November 1918



„Die Kampfkraft der deutschen Truppen im Abschnitt der Gruppe Maas-West war am 2. November so sehr gesunken, daß diese sich von einer Fortführung der Verteidigung in der bisherigen Weise nichts mehr versprechen konnte. Sie ging am 3. November dazu über, die deutschen Kampflinien unmerklich vom Feinde zu lösen und sie nach Maßga-be des ausgeübten feindlichen Drucks von Kilometer zu Kilometer nach rückwärts zu verlegen. In Nachhutgefechten sollten kampfkräftig gebliebene Truppenabteilungen dem Feind in seinem Folgen nach Möglichkeit Abbruch tun. Nach Eingang der Befehle begannen die Rückwärtsbewegungen. Sie wurden von den Fußtruppen und Kolonnen nicht gerade überstürzt, aber doch in ziemlicher Hast durchgeführt.
Am 3. November abends standen die Reste des Regiments 120 zu einem Bataillon formiert, unter Hauptmann Zwißler, und das II./123 zwischen der Wiseppe und dem Lieuse-Bach. Der Rückmarsch dorthin hatte sich ohne Störung vollzogen. “


aus: „Das Infanterie-Regiment „Kaiser Wilhelm, König von Preußen“ (2. Württemb.) Nr. 120 im Weltkrieg 1914–1918ׅ, Stuttgart 1922

Keine Kommentare:

Kommentar posten