Mittwoch, 15. April 2015

15. April 1915


„Die Stellung bei Four de Paris, die das Bataillon mit allen 4 Kompagnien in vorderer Linie vom 12.–18. April am Hang auf der vorspringenden Bergnase nördlich der Ortschaft bezieht, befindet sich trotz angestrengtester Arbeit der der abgelösten Kompagnien infolge des unaufhörlichen Feuers in schlechtem Zustande. Die 7. Kompagnie hat wenigstens vorzügliche tiefe, gut gesprießte Stollen. Bei den andern Kompagnien wird eifrig an dem Ausbau der Stollen gearbeitet. Unaufhörlich knallt die Infanterie, die Minen krachen, täglich kommen 200–300 in die Stellung, und dazu kommt heftigstes Artilleriefeuer, mehr als 700 Granaten und 300 Schrapnells an einem Tage allein auf die 8. Kompagnie, die 4 Tote und 17 Verwundete von einem Gesamtverlust des Bataillons von 5 Toten und 33 Verwundeten hat. Und zum Tod, der aus den Lüften droht, kommt der Tod, der unterirdisch lauert. In den zahlreichen Sappen, die gegen den nur wenige Meter entfernten Gegner vorgetrieben sind, hört man ihn unheimlich klopfen und pochen.“


aus: „Das Württembergische Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 124 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1920

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