Mittwoch, 1. April 2015

1. April 1915


„In diesem Kampfgelände hatte das Batl. 53 das Brigadeersatzbatl. 32 abzulösen, nachdem es am 22. März 1915 in der Stellung vor Regniéville vom Brigadeersatzbatl. 29 abgelöst worden war. Die 2. Komp. hatte den Offiziersposten und die anschließende Feldstellung zu besetzen. Gleich nach der Ankunft des Bataillons im Priesterwald, in der Frühe des 24. März, begann ein sehr starker Minen- und Handgranatenangriff gegen den Offiziersposten. Diesem Angriff folgte ein heftiges Artilleriefeuer, das den ganzen Tag andauert. der Kompagnieführer, Oberleutnant d. R. Gienger, wird verwundet. Abends 5 Uhr trifft der Befehl der 29. Ersatz-Brigade ein, daß der Offiziersposten unbedingt gehalten werden muß. 3 Mann sind tot, 4 Mann verwundet. Am Nachmittag des 25. März wiederholt sich der französische Minenangriff. Ein Stollen des Offiziersposten wird von den Franzosen unterirdisch gesprengt, jedoch ohne Verlust. Am 26. März, abends 7.30 Uhr, werfen die Franzosen wieder schwere Minen auf den Offiziersposten, denen wieder die Sprengung eines Stollens folgt. Verluste: 2 Tote, 7 Verwundete. Die zerstörten Teile des Schützengrabens werden alsbald wieder hergestellt. Auch am Nachmittag des 27. März und des 28. März wurde der Offiziersposten und die Feldstellung von Minen und Artillerie schwer beschossen. Am Abend des 28. wird die französische Stellung durch unsere Steilfeuergeschütze beschossen, wozu der Offiziersposten und ein Teil der Feldstellung vorübergehend geräumt werden muß. Auch in den nächsten Tagen stärkstes Artilleriefeuer. Inzwischen war es den Franzosen gelungen, die Blockhauslinie zu nehmen. Am 1. April, in der Frühe, wurde sie von dem I. Batl. des 7. bayrischen Inf.-Regt, unterstützt durch die andern Kompagnien des Batl. 53, wieder genommen. Ein furchtbares Artilleriefeuer war die Antwort der Franzosen. Den ganzen Tag und noch die ganze Nacht hindurch dauerte das Infanterie- und Artilleriefeuer an. Verluste des Batl. 30 Mann. der Maschinengewehrzug des Batl. 53, das der 29. Ersatzbrigade unterstand, hatte in diesem Gefechte schweren Verlust. Die Gewehre gingen verloren. Leutnant d. R. Currle ist schwer verwundet, die Mannschaft ist teils gefallen, teils vermißt. Am 2. April wurde das Batl. 53 abgelöst. Es wurde in diesen Tagen von Hauptmann d. R. Cuhorst geführt.“

aus: „Das Württembergische Infanterie-Regiment Nr. 478 und seine Stammtruppen Brigade-Ersatz-Bataillone Nr. 51, 52, 53 und Ersatz-Infanterie-Regiment Nr. 51“, Stuttgart 1924

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