Mittwoch, 14. Oktober 2015

14. Oktober 1915


„Gegenüber unserer Stellung lag die sogenannte Sandsackburg, ein aus tausenden von Sandsäcken aufgebautes Verteidigungswerk. Dieses Werk stach unserer Artillerie be-sonders in die Augen. So wurde am 12. Oktober die leichte und schwere Artillerie des XV. A.K., XXVI. und XXVII. R.K. unter einheitlicher Feuerleitung zusammengefaßt und diese beschossen nun von 7 bis 8 Uhr nachmittags bei bester Beleuchtung dieses Werk. Der Erfolg war deutlich wahrzunehmen. Die mühsam aufgebauten Sandsack-mauern stürzten zusammen, Balken und Bohlen wirbelten in der Luft umher. Es war dafür gesorgt, daß dem Tommy die nächsten Wochen der Arbeitsdienst nicht ausging. Das gleiche Feuer wiederholte sich am 14. Oktober gegen andere Teile der feindlichen Stellung.
Aber wer ausgibt, muß auch einnehmen. Der Feind rächte sich durch Beschießung unserer vorderen Linie.“


„Das Württembergische Reserve-Inf.-Regiment Nr. 246 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1922

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