Montag, 5. Oktober 2015

5. Oktober 1915


„Die Mühe, die es machte, die Toten im feindlichen Feuer zu bergen und zurück-zuschaffen, wurde von allen gern auf sich genommen. Viele einzelne, zerstreut liegende Gräber wurden auf den neuen Friedhof verlegt.
In wehmütigster Erinnerung werden jedem, der dabei war, jene ernsten feierlichen Beisetzungen bleiben, wenn Oberst Haas den gefallenen Helden den letzten Dank nachrief und ihr bis in den Tod getreues Verhalten den Überlebenden als Vorbild hinstellte. Kameradschaftliche Liebe hielt den Friedhof in Ordnung und schmückte ihn an den Festen. An einer alten Eiche hing das Kruzifix aus der zerstörten Kirche Binarville und unter ihr fanden die Gottesdienste der Argonnenkämpfer statt.“


aus: „Das Infanterie-Regiment „König Wilhelm I“ (6. Württ.) Nr. 124 im Weltkrieg 1914–1918ׅ, Stuttgart 1921

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