Donnerstag, 29. Oktober 2015

29. Oktober 1915


„Dem Vorgehen der 25. Res.-Division und der links anschließenden 6. Inf.-Division leistete der Gegner in einer Stellung in Linie 338 südlich Krcmari – Höhe 263 und, als diese am Abend des 28. genommen war, tags darauf in der Linie Höhe dicht nördlich Vosinovac – Kosncehöhe (322) zähen Widerstand. Da der Nebel die Mitwirkung der Artillerie stark beeinträchtigte, waren bereits gestern einzelne Züge der I. Abteilung im heftigen feindlichen Artilleriefeuer vorgezogen worden und nahe hinter der Infanterie-linie eingesetzt worden. Der Zug der 2. Batterie unter Leutnant d. R. Schaal unterstand dem Res.-Inf.-Regt. 83, der Zug der 3. Batterie unter Leutnant d. R. Schmidt unterstand dem Inf.-Regt. 168. Am 29. Oktober, 6 Uhr vormittags, wurden die ganze 2. und 3. Bat-terie vorgezogen und hinter der Infanterielinie eingesetzt. Die Beobachtungsstellen wurden wegen des anhaltenden dichten Nebels vorgeschoben, die Anmarschwege des Gegners konnten nur mit Hilfe der Karte unter Feuer genommen werden. Im Laufe des Vormittags erkundeten die 1. und 6. Batterie Stellungen auf der Höhe 338, die unter starkem serbischen Artilleriefeuer lag. Hierbei wurde der bewährte Batterieführer der 6. Batterie, Oberleutnant d. R. Müller, durch Schrapnellschuß verwundet. Auch die 4. und 5. Batterie erhielten während des Nachmittags mehrmals heftiges Artilleriefeuer, wobei ein Volltreffer einen Deckungsgraben traf. Die II. Abteilung verlor dabei 1 Unteroffizier und 1 Mann an Toten und 5 Verwundete, während bei der I. Abteilung I Unteroffizier und 1 Mann verwundet wurden. Das Regiment hat an diesem Tage 627 Schuß verfeu-ert.“



aus: „Das Württembergische Feldartillerie-Regiment König Karl (1. Württ.) Nr. 13 im Weltkrieg 1914-1918“, Stuttgart 1928

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