Mittwoch, 13. April 2016

13. April 1916


„Die einzige Zeit, in welcher eine regere Gefechtstätigkeit herrschte, waren die Tage eigener oder gegnerischer Patrouillen. Von den eigenen, zu denen sich stets genügend Freiwillige meldeten, waren die folgenden die wichtigsten. Am 13. April morgens 3 Uhr ging eine Patrouille der 11. Kompagnie, bestehend aus 1 Offizier, 12 Grenadieren und 3 Pionieren gegen die Engländer im „Helm“ vor, um dortige Postierungen auszuheben und Zerstörungen in der feindlichen Stellung durchzuführen. Trotz sorgfältiger Vorbereitung mit Minen und artilleristischer Abriegelung scheiterte das Unternehmen an der Stärke und Wachsamkeit der feindlichen Besatzung. Beim Zurückgehen wurde leider der Führer, Leutnant d. R. Weißinger, nur noch wenige Schritte vom eigenen Graben entfernt, tödlich getroffen. Sein Geschick war um so tragischer, als er erst wenige Tage zuvor trotz eines auf Vauquois verlorenen Auges freiwillig zum Regiment zurückge-kehrt war.“


aus: „Die Ulmer Grenadiere an der Westfront“, Stuttgart 1920

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