Donnerstag, 12. Mai 2016

12. Mai 1916


„Was beim Einrücken in den Abschnitt über das Verhalten der Franzosen vor den Abschnitten B I, B II verlautet hatte, traf zu. Im Vergleiche zur Lage im Juli 1915 war es erheblich ruhiger geworden. Damals hatten eben noch die letzten Kämpfe im Priesterwalde nachgewirkt. Nun war das Verhalten der Franzosen vor B I und BII nicht anders, als es vor A I und A II gewesen war. Unruhig hatten es in beiden Unterab-schnitten die Kompagnien auf dem rechten Flügel, auch die Kompagnie in der Mitte von B I hatte keine ruhige Stellung. Sie wurde reichlich mit Minen beworfen. Die Kompagnien auf dem linken Flügel von B I und in der Mitte von B II hatten weniger darunter zu leiden, die Kompagnie auf dem linken Flügel von B II hatte einen recht ruhigen Abschnitt. Das Minenwerferfeuer der Franzosen ging tief hinein in den Abschnitt, selbst Teile der zweiten Stellung und das Ostlager hatten darunter zu leiden. Die französische Feldartillerie streute den Abschnitt in seiner ganzen Ausdehnung ab, zahlreiche Feuerüberfälle machten auch die Lager, die Feldküchenplätze und einen Teil der Straße Viéville – Jaillard-Mühle unsicher. An diesem Abstreuen beteiligten sich auch französische Maschinengewehre, die weit rückwärts aufgestellt, mit solch großem Erhöhungswinkel ihr Feuer abgaben, daß sie trotz der steilen deckenden Waldhänge die Lager im Quellentale erreichen konnten.“



aus: „Das Württembergische Brigade-Ersatz-Bataillone Nr. 54 und das Württembergische Ersatz-Infanterie-Regiment Nr. 52“, Stuttgart 1923

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