Sonntag, 8. Mai 2016

8. Mai 1916


„Bis zum 9. Mai setzte sich diese Beschießung, die auch auf die anschließenden Teile der Nebenabschnitte übergriff, fort und zerstörte vollends die letzten Stollen und Unterstände. Unter den Trümmern wurden zahlreiche Mannschaften, 2 Maschinen-gewehre mit ihren Bedienungen und 2 junge Offiziere begraben (Leutnant d. R. Eberhardt von der 2. M.-G.-Kompagnie, der erst vor kurzem aus der Heimat gekommen war, und Leutnant Graner von der 6. Kompagnie, ein besonders hoffnungsvoller, frischer und tapferer Kamerad). Die Bergung dieser Opfer war unendlich schwierig; der starke Gasdruck hatte die Erde mit solcher Gewalt in die teilweise zersplitterten Stollenrahmen gepreßt, daß sie nur mit dem Pickel herausgehauen werden konnte. Tag und Nacht arbeiteten Freiwillige der 6. Kompagnie und der 2. M.-G.-Kompagnie, zeitweise im Feuer, um ihre Kameraden zu bergen; aber erst am 13. Tage – vier Tage nach der Ablösung des Regiments – konnte auch die letzte Leiche, die des Leutnants Graner, geborgen werden. Auf dem Friedhof am Rand des Rouvres-Waldes, der auch die übrigen Gefallenen des Regiments aufgenommen hatte, wurden die Opfer dieser Katastrophe feierlich zur letzten Ruhe bestattet.“


aus: „Das 8. Württembergische Infanterie-Regiment Nr. 126 „Großherzog Friedrich von Baden“ im Weltkrieg 1914-1918ׅ, Stuttgart 1929
Bild: Hauptstaatsarchinv Stuttgart, Bestand M 708

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