Freitag, 13. April 2018

13. April 1918


„Besonders lebhaft verlief die Nacht zum 13. April. Gegen 6 Uhr vormittags brauste ein Hagel von Geschossen auf die Stellung nieder. 6.30 Uhr vormittags griffen zwei Bataillone der französischen 67. Division das II. Bataillon und Teile des III. Bataillons an und drangen zwischen der 6. und 7. Kompagnie ein. Sofort setzte Leutnant Raiser mit der 8. Kompagnie zum Gegenstoß an und warf den Feind mit den beiden andern Kompagnien wieder hinaus. Bei der 5. und 10. Kompagnie gelang es dem Feind nicht, vorzukommen. 27 Gefangene blieben in unserer Hand. Viele Tote deckten das Kampf-feld. Auf unserer Seite kostete die Abwehr namentlich viele Offiziere. Der tapfere Adjutant des III. Bataillons, Leutnant Wagner, beteiligte sich in hervorragender Weise bei dem Kampf; er wurde schwer verwundet und starb auf dem Verbandplatz. Die 1. Kompagnie verlor rasch hintereinander zwei ihrer Führer. Die Abwehr des auf schma-lem Raume erfolgten starken Angriffs war dadurch besonders erschwert, daß unsere Artillerie nicht Sperrfeuer abgeben konnte, weil jedes Mittel der Benachrichtigung versagte. So blieben die Musketiere auf ihre eigene Kraft angewiesen; sie hielten sich hervorragend. Der Feind errang nicht den geringsten Vorteil.“


aus: „Das Württembergische Infanterie-Regiment Nr. 475 im Weltkrieg“, Stuttgart 1921

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