Donnerstag, 19. April 2018

19. April 1918



„Die Franzosen hatten in letzter Zeit einige Vorstöße am Mont Renaud unternommen und dabei vorübergehend kleine Erfolge erzielt. Die als Artillerieverbindungsoffiziere kommandierten Offiziere, darunter besonders Leutnant Günzler und Fähnrich Gminder, hatten die Infanterie in hervorragender Weise durch Einsetzen ihrer Person unterstützt. Der tüchtige Fähnrich Gminder fiel am 19. April beim Vorgehen auf seinen Posten in der Nähe der Kathedrale von Noyon einer feindlichen Granate zum Opfer; seine Beförderung zum Leutnant war an demselben Tage erfolgt. Auch die als Meldegänger und Fernsprecher bezw. Blinker bei den Artillerieverbindungsoffizieren eingeteilten Mannschaften lieferten anerkennenswerte Beweise von Tapferkeit. Es kam wiederholt vor, daß solche Leute durch Volltreffer verschüttet wurden und dem Tode ins Auge gesehen haben. Auch die Beobachtungsstellen auf und am Mont Simeon und auf der Höhe von Larbory hatten in dem sie treffenden Feuer keinen leichten Stand.“

aus: „Das 3. Württembergische Feld-Artillerie-Regiment Nr. 49 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1922

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