Samstag, 19. November 2016

19. November 1916


„Am 18. November, von 6 Uhr vormittags ab starkes sich zu Trommelfeuer steigerndes Artillerie- und Minenfeuer. 7 Uhr vormittags griff der Gegner in drei Wellen dahinter mit Kolonnen vorgehend an, von Beaumont her begleitete ein Tank den Angriff auf die Grallsburg, die seit dem 13. November zur Hälfte deutsch, zur Hälfte englisch war. Der Tank fuhr bis auf 50 Meter heran. Trotzdem wurde nach schweren Handgranaten-kämpfen, besonders bei der Grallsburg (2. und 3. Kompagnie), der Gegner zurückge-worfen. Auch weitere Teilangriffe wurden abgeschlagen. Plötzlich erschienen bei der Feste Soden Engländer im Rücken der Stellung. Sie waren nördlich vom Regiment bei der 52. Inf.-Div. eingedrungen und hatten dort unter anderem auch zwei Bataillonsstäbe gefangen genommen. Die Engländer mit ihren Gefangenen (12 Offiziere, 80 Mann) irrten jetzt hinter der deutschen Stellung herum. Sie wurden gefangen genommen und ihre Gefangenen wurden befreit. Bei den Nahkämpfen wurden noch weitere Gefangene gemacht, zusammen 5 Offiziere, 170 Mann.
Am 19. November waren wieder verschiedene Erkundungsvorstöße, die abgewiesen wurden, und am 20. November wurde das Regiment aus der Stellung herausgezogen und sammelte sich in Gomiecourt“


aus: „Das Württembergische Reserve-Inf.-Regiment Nr. 121 im Weltkrieg 1914–1918“ Stuttgart, 1922

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