Sonntag, 24. Juni 2018

24. Juni 1918



Johannes Schmid
VIZEF. D. R. OFFZ. ASP. 10./RES. 120                                                                        24. JUNI 1918
Geb. 25. 8. 89 in Winzeln, Sem. Saulgau 1909. U.-Lehrer in Kolbingen, Sulzbach, Hüttisheim, Hardt, Beffendorf, Hochmössingen und Waldmössingen, rückte im August 1915 nach Ulm ein. Im Jan. 1916 kam er zu Res.-Reg. 119 an die Front und kämpfte an der Somme und bei Arras. Im Juli 1917 leicht verwundet ging er nach kurzem Laza-rettaufenthalt im Nov. nach Flandern – E. K. II – und kämpfte im Frühjahr 1918 an der Avre und an der Matz. Am 23. Juni, als er eben Anweisungen für den Postendienst gab, schlug eine feindliche Granate in die Gruppe, tötete 3 und verwundete 3 andere, darun-ter Schmid schwer – Bauchverletzung, linker Arm abgerissen. Heldenmütig ertrug er die schweren Schmerzen, bis er andern Tags im Feldlazarett Beaulieu ergeben in Gottes Willen verschied. Er ruht auf dem Militärfriedhof Beaulieu bei Fontaines südwestl. Ham, Grab 414. Schmid war ein einfacher, gutmütiger Mann, der unverdrossen seine Pflicht erfüllte. Seinen Untergebenen ist er unvergessen, denn er war ihnen mehr Bruder als Feldwebel und teilte mit ihnen alles, was er hatte.“

aus: „Ehrenbuch der im Weltkrieg gefallenen kath. Lehrer Württembergs“, Biberach an der Riß 1927

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