Dienstag, 21. August 2018

21. August 1918




„Auch in den folgenden Tagen hielt das starke feindliche Störungsfeuer an. Feldart.-Regt. 72 wird der Division zugeteilt und löst die in rückwärtigen Stellungen befindli-chen Züge des Regiments ab, die nun in ihre vorderen Stellungen genommen werden. Die 3. Batterie wird nun wie die 2. in einzelne Tankgeschütze aufgeteilt. Auch schwere Batterien werden der Division überwiesen, aber der Wechsel ist zu groß. Kaum sind sie eingesetzt, so werden sie schon wieder auf höheren Befehl zu einer anderen Division in Marsch gesetzt, wo sie noch dringender gebraucht werden.
Beobachtung und Erkundung ergeben immer wieder dasselbe Bild. Zahlreiche Artillerie uns gegenüber, lebhafter Verkehr vor unserer ganzen Front, besonders links.
Die feindliche Luftaufklärung ist dauernd rege, Bombenabwürfe häufig. Immer mehr steigert sich die feindliche Lufttätigkeit, besonders groß ist sie am 21. Der Gegner führt eine vollständige Luftsperre durch. Mit tieffliegenden Fliegern macht er Angriffe auf unsere sämtlichen Fesselballons. Gleichzeitig sehen wir aus vier Ballonen die Beobach-ter abspringen, langsam abwärts schweben, von den feindlichen Fliegern mit Maschi-nengewehren beschossen, während gleichzeitig 2 Fesselballons brennend abstürzen.
Jeder fühlt es, ein neuer Großangriff steht unmittelbar bevor.“

aus: „Das Württembergische Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 54 im Weltkrieg 1914-1918“, Stuttgart 1929

Keine Kommentare:

Kommentar posten