Sonntag, 26. August 2018

26. August 1918



„Josef  L e i n s, Kirchgasse 8.
Geb. 7. Februar 1895.
Sohn des Karl Leins, Bauer
und der Magdalena geb. Ellsässer.
W e h r d i e n s t: im Krieg: 8. Württ. I. R. 126.
Gefallen vor dem Feind am 26. August 1918 zwischen Heniel und Croisilles, 10 Kilometer südöstlich Arras als Ers.-Rekrut..

Das starke, seit Mitternacht auf der Front liegende Störungsfeuer steigerte sich  in den frühen Morgenstunden des 26. August 1918 zum Trommelfeuer. Um 6 Uhr morgens dringen dichte Angriffswellen Engländer gegen den linken Flügel vor; die dortigen Kompanien behaupten sich im Gegenangriff.
Die eigene Artilleriewirkung ist sehr schwach, weil die Batterien in den stark gefähr-deten Nordabschnitt der Division feuern müssen. Dem gewaltigen Druck von Nordwes-ten und Westen nachgebend, weichen die immer mehr zusammenschmelzenden Kompa-nien des II. und III. Bataillons abends 8 Uhr beiderseits der Straße Heniel – Croisilles auf die alten Gräben der Siegfriedstellung zurück.
Zu einem Gegenstoß fehlten dem Regiment die Kräfte. Leins wurde an beiden Beinen schwer verwundet und konnte nicht mehr gehen. Einem vorübereilenden Regimentsan-gehörigen rief er zu: „Kamerad, nimm mich mit!“
Er geriet in Feindeshand und ist wahrscheinlich verblutet und von den Engländern begraben worden.
Die Eltern haben nichts mehr von ihm erfahren, die Kompanie meldete ihn als „vermißt“.
Leins war 23 Jahre alt und ledig.
Das Reichs-Archiv nennt den Ort des Todes Chericy-Fontaine bei Arras, das Kampffeld lag zwischen all den genannten Gemeinden.“

aus: „Hirrlingen Kreis Tübingen (Württemberg) Ehrenbuch 1914-18“, Cannstatt ca. 1939

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