Sonntag, 5. August 2018

5. August 1918



„Einen etwas größeren Anfangserfolg hatte der Übergang des Gegners bei Braisne in der Frühe des 5. August. Diesmal drückte er die rechten Nachbarkompagnien bis an die Straße Braisne – Courcelles zurück und bedrohte dadurch stark die rechte Flanke des Regiments. Auf dem rechten Flügel der vorderen Linie befand sich am 5. August die 2. Kompagnie, hinter ihr die 1. Kompagnie. Diese beiden Kompagnien, mit dem linken Flügel entlang der Vesle vorgehend, warfen gegen 11 Uhr vormittags im Verein mit Teilen des Regiments 31 in schneidigem Draufgehen den Gegner wieder aus Braisne heraus. Auch vor unserem Regimentsabschnitt blieben die Versuche, über die Vesle vorzudringen, nicht aus, zumeist waren es aber nur kleine Abteilungen, die sich heran-wagten, anscheinend um zunächst mal Übergangsmöglichkeiten zu erkunden. Sie wur-den mit blutigen Köpfen heimgeschickt, an unserer Wachsamkeit scheiterte jeder Ver-such des Gegners, den Fuß auf das nördliche Ufer zu setzen. Wir blieben hier die Her-ren. An der Berührungsstelle von Bahnlinie und Vesle jedoch gelang es dem Gegner, sich mit einer starken Postierung nördlich des Flusses festzusetzen. Das war zwar im Gefechtsstreifen der Nachbarn, aber doch in recht bedrohlicher Nähe und mahnte zu besonderer Aufmerksamkeit.“

aus: „Das Infanterie-Regiment „Kaiser Friedrich, König von Preußen“ (7. Württ.) Nr. 125 im Weltkrieg 1914–
1918“ׅ, Stuttgart 1923

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