Samstag, 13. Dezember 2014

13. Dezember 1914


„Am 13. Dezember morgens wurde sofort die Verfolgung aufgenommen. Das II. Bataillon übernahm die Sicherung, bis die 51. Inf.-Brigade sich auf der Straße Wszeliwy nach Brzozow-Stary zum Vormarsch versammelt hatte, und besetzte um 11 Uhr vormittags Brzozow-Stary; I. und III. folgten als Gros. Gegen 12 Uhr bekam das II. Bataillon Befehl, auf Gizyce weiter vorzugehen. Der Vortrupp, 5.Kompagnie, erhielt am Westrand plötzlich Feuer, aber kurz entschlossen griff die Kompagnie sofort an und drang in den Ort ein, bis vom Ostrand von Gizyce her lebhaftes Feuer weiteres Vorgehen zunächst unterband; 6. und 7. Kompagnie wurden alsbald neben der 5. eingesetzt, während die 8./119 noch in Reserve zurückgehalten wurde. Unterdessen war auch das I. Bataillon herangekommen und sandte die 4. Kompagnie nördlich der Straße nach Ruszki vor; sie kam – im Anschluß rechts an II./119 – aber infolge stark überlegenen Feuers des Gegners nicht über den Ostrand des Parkes von Gizyce hinaus; die 3. Kompagnie blieb zur Verfügung des Bataillonskommandeurs; die 1. und 2. waren Regimentsreserve in Gizyce. Rechts von 119 wurden die 125er angesetzt.

Für den Abend wurde der Angriff gegen die Russen, die sich an dem Wegekreuz 1 Kilometer östlich Gizyce eingegraben hatten, befohlen. Um 7 Uhr sollte angegriffen werden; zu diesem Zwecke wurde das III. Bataillon – bisher Brigadereserve – am rechten Flügel zur Unterstützung des I./125 eingesetzt. Auch das II. und I. Bataillon verstärkten ihre vordere Linie. Das I. Bataillon staffelte die 3. Konpagnie links heraus zu Verbindung mit dem über Piotrow vorgehenden III./125 (s. Textsk. 19).

So vorbeitet geht das Regiment zum  Surm vor. Die feindliche Stellug wird mit verhältnismäßig geringen Verlusten genommen. Der Gegner ließ hiebei einige Hundert Gefangene in unserem Besitz.

Es war schwierig, die in regnerischer, tiefdunkler Nacht durcheinandergekommenen Vebände wieder zu ordnen. Die eroberte Stellung wurde von den Grenadieren sofort eingerichtet.“

 


aus: „Das Grenadier-Regiment Königin Olga (1. Württ.) Nr. 119 im Weltkrieg 1914-1918“, Stuttgart 1927

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