Donnerstag, 20. Oktober 2016

20. Oktober 1916


„Bei der Übernahme des Abschnitts F durch das Regiment 52 war von den Abgelösten die Meinung geäußert worden, die Franzosen haben Teile ihrer Artillerie von Boucha-vesnes weggezogen. Die ersten Tage nach der Übernahme waren auch verhältnismäßig ruhig, doch wurde täglich ein ausgedehnter Teil des Regimentsabschnittes von franzö-sischer Artillerie beschossen. Meist bildeten die Teile der Ferme- und Allaines-Stellung beiderseits der Straße Allaines – Bouchavesnes das Ziel. Es gab auch dabei, mehr aber noch in den Nächten beim Vorbringen der Lebensmittel und Baustoffe, durch das französische Streufeuer Verluste. In der Zeit vom 17. bis 23. Oktober fielen 8 Mann, 35 Mann, darunter 1 Offizier, wurden verwundet. Infolge des mangelnden Schutzes gegen die zu Anfang recht schlechte Witterung erkrankten auch mehrere Mannschaften schwer. Sehr nachteilig wirkte es bei der schlechten Witterung, daß das Vorschaffen warmer Kost zu den Kompagnien des Stellungsbataillons ausgeschlossen war, ebenso die geordnete Ausgabe und Verteilung der Kost. Viel Mühe und Mittel wurden aufge-wendet, um unter diesen Umständen die kalte Verpflegung möglichst reich zu gestalten. Wein, Rum und Kognak, Honigkuchen, Käse und Obst, Tabak, Zigarren und Zigaretten wurden in großen Mengen als Verpflegungszuschüsse geliefert und vornehmlich dem Stellungsbataillon zugeführt.“



aus: „Das Württembergische Brigade-Ersatz-Bataillon Nr. 54 und das Württembergische Ersatz-Infanterie-Regiment Nr. 52“, Stuttgart 1923

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