Sonntag, 9. Oktober 2016

9. Oktober 1916


Krezdorn Paul, Hufschmied, Oberfahnenschmied (Sergeant), ledig, Karls einziger Sohn. Als Fahnenschmied-Gefreiter hatte er sich am 3. Mobilmachungstag, 28 J. alt, beim Pionier-Bat. 13 in Ulm zu stellen und kam nach 2 Tagen mit der 2. Feld-Komp. des Bataillons nach Frankreich. Längere Zeit lag er im Winter 14/15 in den Argonnen. Wegen Krankheit wurde er 1. 4. 15 in das Lazarett Elisabethenberg bei Lorch überwiesen und war vom August 15, nahezu ein Jahr, im Lw.-Feld-Art.-Reg. 2 in Ulm als Fahnenschmied tätig, wo großer Mangel an Hufschmieden war. Vom Juli 16 stand er in der 5. Feld-Batt. dieses Regiments in den Kämpfen vor Verdun, im Wald von Avocourt, beim Toten Mann, zuletzt wieder in den Argonnen. Dort, bei St. Juvin in der Körnerschlucht, wurde er 9. 10. 16 durch eine Amerikaner-Fliegerbombe, als er sich eben allein im Zelt aufhielt, tödlich getroffen. In einem Einzelgrab in der Körner-schlucht ruht sein Leib.“


aus „Das Eiserne Buch der Stadt Mengen“, Mengen 1924

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