Sonntag, 23. Oktober 2016

23. Oktober 1916


„Auch unter dem feindlichen Feuer, besonders Minenfeuer, hatte der Abschnitt Nord stark zu leiden. Um sich einen Begriff von der Stärke des täglichen Feuers Ende Oktober zu machen, mögen folgende Zahlen dienen: Auf den Regimentsabschnitt (ein Raum von 1,5 Kilometer Breite und 1 Kilometer Tiefe) wurden abgegeben am 18. Oktober 7000 Schuß aller Kaliber bis zu 15 cm und 200 Kugelminen, am 19. Oktober etwa 5000 Schuß leichter, 2000 mittlerer und schwerer Artillerie und etwa 200 Schuß Kaliber 24 cm, am 20. Oktober 7000 Schuß leichter, 2000 mittlerer, 275 schwerer Artillerie und 340 Kugelminen, am 23. Oktober 12 500 Schuß leichter, 1000 mittlerer und 1100 schwerer Artillerie bis zu 38 cm Kaliber, außerdem 50 leichte, 850 schwere Kugelminen und 40 Flügelminen. Die Flügelminen erzeugten in steinfreiem Lehmboden einen Trichter von 4,5 Meter Tiefe und 7,5 Meter oberem Durchmesser. Durch den Luftdruck der platzenden Minen wurden Leute zu Boden geworfen, Unterstandstüren eingedrückt und im Umkreis von 100 Meter alle Lichter in den Unterständen gelöscht. Dank der guten Unterstände waren die Verluste sehr gering. Im Durchschnitt im Tag ein Toter, vier bis sechs Verwundete.“


aus: „Das Württembergische Reserve-Inf.-Regiment Nr. 121 im Weltkrieg 1914–1918“ Stuttgart, 1922

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