Sonntag, 13. Mai 2018

13. Mai 1918



„Bereits zwei Tage nach der Rückkehr der Division zur 1. Armee wurde sie an Stelle der 213. Infanterie-Division am Brimont wieder eingesetzt, Infanterie-Regiment Nr. 127 rechts für das Infanterie-Regiment Nr. 368, Infanterie-Regiment Nr. 476 in der Mitte, Infanterie-Regiment Nr. 475 links. Der Brimont war Schlüsselpunkt der Stellung. Von ihm aus übersah man das dichte Gewirr der französischen Befestigungen. Auf Sprung-weite lagen sich deutsche und französische Gräben gegenüber, teilweise nur getrennt durch den Aisne-Marnekanal oder dem Bahndamm Lâon – Reims. Mitten im Abschnitt des Regiments lag die wichtige Batterie Loivre. Das mächtige, aber gänzlich veraltete Fort Brimont war nicht in den Bereich der Verteidigungsanlagen mit einbezogen.
Die 213. Infanterie-Division sollte hinter der Front 14 Tage ausgebildet werden, um Ende des Monats den Gegner zwischen Brimont und Sapigneul über den Aisne-Marne-kanal zurückzuwerfen.
Vom I. und III. Bataillon des Infanterie-Regiments Nr. 127 waren je 3 Kompagnien in vorderer Linie zwischen Bermericourt und Glashütte von Courcy eingesetzt, je eine Kompagnie in Bereitschaft, das II. Bataillon war Reserve in Poilcourt und Guerlet-Müh-le.
Am 13. Mai abends beschoß der Gegner den Brimont mit Phosphorgranaten, so daß der ganze Berg in Feuer gehüllt und der Phosphorgeruch noch tagelang bemerkbar war.“

aus: „Das neunte Württembergische Infanterie-Regiment Nr. 127 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1920

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