Mittwoch, 2. Mai 2018

2. Mai 1918



„Am 2. Mai brachen Stoßtrupps der 6., 7. Kompagnie und Teile der 10. Kompagnie unter Führung von Leutnant d. R. Kübler und Thumm gegen einen vorgeschobenen englischen Graben beim Stützpunkt „Rabenhorst“ vor, drangen in den Graben ein und begannen ihn mit Bajonett, Handgranaten und Pistole aufzurollen. Die Besatzung wehrte sich tapfer, aber Leutnant Kübler schießt einen sich zur Wehr setzenden Feind mit der Pistole nieder, Unteroffizier Nagel erledigt einen Posten mit einer Handgranate. Die englische Besatzung flieht nach blutigen Verlusten durch einen Annäherungsgraben nach rückwärts; ein englischer Gegenstoß wird von den Stoßtrupps des Leutnants Küb-ler und freiwillig herbeieilenden Unterstützungen des Vizefeldwebels Rebmann aufge-fangen. Nachdem die tapfere Schar dem Gegner noch weitere Verluste beigebracht hat, zieht sie sich unter Mitnahme eines toten Engländers, eines Neuseeländers, der zahlrei-che Briefschaften, darunter auch Photographien aus Neuseeland bei sich führte, in die Ausgangsstellung zurück. Eigene Verluste leider bedeutend: Leutnant d. R. Kübler im-mer als Vorderster und 3 Mann vermißt; sie waren vor dem englischen Graben, auf nächste Entfernung beschossen, niedergestürzt. Leutnant d. R. Thumm (2 Schüsse in Schulter und Arm) und 12 Mann verwundet.“

aus: „Das Grenadier-Regiment „Königin Olga“ (1. Württ.) Nr. 119 im Weltkrieg 1914-1918“, Stuttgart 1927

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