Freitag, 4. Mai 2018

4. Mai 1918



„Weiter ging der wenig erfrischende, wenig anregende Stellungskrieg. Krankheiten ver-schiedener Art stellten sich ein, neben eitrigen Hautausschlägen und Furunkulose infol-ge der Unmöglichkeit einer geordneten Körperpflege schwächten Erkältungs- und Darmerkrankungen die Gefechtsstärke, auch wundgelaufene Füße waren infolge der nassen Witterung und des meist sehr reparaturbedürftigen Schuhwerks nicht selten. Die Ärzte des Regiments, Stabsarzt d. L. Dr. Lichtenberg, Oberarzt d. L. Dr. Haffner, Oberarzt d. R. Haid, Assistenzarzt d. R. Merk und Hilfsarzt Dieter hatten außer mit Verwundeten auch noch vollauf mit Kranken zu tun. Sie lagen in entsagungsvoller, auf-opfernder Weise Tag und Nacht ihrem dornenvollen Dienste ob. Mancher Angehörige des Regiments, dem sie ihre Hilfe zu teil werden ließen, wird sich ihrer dankbar erin-nern.
Die blutigen Verluste an den einzelnen Tagen machten nach und nach eine stattliche Summe aus. Der Kirchhof von Grévillers erfuhr täglich eine betrübende Erweiterung.“

aus: „Das Infanterie-Regiment „Kaiser Friedrich, König von Preußen“ (7. Württ.) Nr. 125 im Weltkrieg 1914–1918“ׅ, Stuttgart 1923


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