Sonntag, 5. März 2017

5. März 1917


„Im Rücken der Batteriestellungen befand sich der Kanal von Manancourt als ein unbequemes Hindernis für den Rückzug. Nur die 5./49 befand sich hinter demselben. Der Regimentsstab hatte die Munitionsversorgung und die Geschäfte zur Vorbereitung rückwärtiger Stellungen übernommen. Als Gegner hatte man Engländer sich gegenüber. An der Südwestecke des Vaux-Waldes und in den ihr vorgelagerten Infanteriestellungen boten die Beobachtungsstellen Sorau, Glogau und Gräditz bessere Übersicht als diejenigen im rechten Abschnitt. In der vorderen Linie befand sich ein Graben-Beobachter. Die Beobachtungsstellen lagen häufig unter Feuer. Vorhandene Stollen sollten Schutz bieten. Dennoch traf am 5. März ein schwerkalibriger Verzögerungsschuß den 5 m tiefen Stollen der Beobachtungsstelle der 1./49 so unglücklich, daß der Vizewachtmeister Hottenroth und Kanonier Maier (Albert) von der 1./49 verschüttet den Heldentod fanden, beinahe angesichts der herbeigeeilten, alle Mittel zur Rettung versuchenden Kameraden. Die Batterien erhielten häufig Streufeuer und kurze Feuer-überfälle. Am 4. März wurde ein feindlicher Angriffsversuch durch Sperrfeuer vereitelt, während bei der linken Nachbardivision der Gegner wiederholt vorwärts kam. Bei 5./49 entstand durch Unvorsichtigkeit ein Stollenbrand, der den Hauptstollen der Batterie unbrauchbar machte, so daß die Batterie die nächsten Nächte ohne Schutz war. Außer-dem kamen zahlreiche Rauchvergiftungen ungefährlicherer Art vor.“

aus: „Das 3. Württembergische Feld-Artillerie-Regiment Nr. 49 im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart 1922

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