Sonntag, 3. September 2017

3. September 1917


„Im Laufe des 3. waren tagsüber schon mehrfach Ansammlungen beim Feind unter Vernichtungsfeuer genommen worden, 11 Uhr abends setzte schlagartig Trommelfeuer auf das in Kampfstellung befindliche III./124 ein, die Batterien und das Hintergelände erhielten schwere Kaliber. 11.30 Uhr abends kam der Angriff, er wurde überall abgewiesen. Da die 11./124. erhebliche Verluste hatte, wurde sie durch die 9. aus der Wilhelmsstellung verstärkt. Die Engländer wiederholten ihre Angriffe erfolglos noch einige Male, dann trat Ruhe ein. 2 Uhr vormittags brach das Trommelfeuer abermals los und dichte Sturmwellen brachen besonders gegen den linken Flügel los. Diesmal wurde der Angriff von Flammenwerfern unterstützt, die in dem von dem Gegner besetzten Tank einen vorteilhaften Stand hatten. Hier kam der Feind unserer Trichterlinie etwas näher, einzudringen vermochte er auch diesmal nirgends. Unter Verlust von 35 Mann hielt das III. Bataillon die Stellungen. Dies war immerhin ein fühlbarer Ausfall, denn die Kompagnien rückten mit nur 45 Gewehren in Stellung. Die neugebildeten 4. Züge lagen vom Kampfbataillon in Mosselmarkt und hatten den Nachschub zu besorgen. Diese Maßnahme war erforderlich, um nicht das in Stellung kommende Bataillon schon vor dem Einsatz durch diese Trägerdienste zu ermüden.“


aus: „Das Infanterie-Regiment „König Wilhelm I“ (6. Württ.) Nr. 124 im Weltkrieg 1914–1918ׅ, Stuttgart 1921

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