Sonntag, 31. Dezember 2017

31. Dezember 1917


„In der Nacht vom 29./30. und am 30. Dezember schon in den Morgenstunden liegt Alano unter starkem feindlichem Artilleriefeuer. Von 11 Uhr vormittags ab lebhaftes Minenfeuer auf die vorderste Stellung auf Mont Tomba. 4 Uhr nachmittags greift der Gegner nach kurzer, heftiger Artillerie- und Minenwerfer-Vorbereitung und Vergasung in Alano die österreichische Stellung auf Mont Tomba an, nimmt die Besatzung von 3 Bataillonen der K. u. K. 3. Gebirgs-Brigade gefangen und dringt in einer Frontbreite von etwa 800 m durch. Feindliche Flugzeuggeschwader beherrschen die Luft und nehmen aus geringer Höhe die Batterien und Reserven im Ornigo-Tale unter wohlgezieltes und wirksames M. G.-Feuer.
Der Abschnitt der 6. Gebirgs-Kompagnie, linker Flügel Pallone II, liegt unter heftigstem feindlichem Artilleriefeuer; die Kompagnie vermeidet schwere Verluste durch Auswei-chen in Bergrunzen. Zwischen dem linken Flügel der 6. Gebirgs-Kompagnie und den Österreichern entsteht eine 600 m breite Lücke, der linke Flügel der 6. hängt in der Luft. Die Regiments-Reserve bei Molinon, Leutnant Werner mit 1. Gebirgs-Kompagnie, er-hält Befehl. gegen Tomba aufzuklären und meldet: „Franzose ist durchgebrochen und hat Grabenstellung völlig in der Hand. Reste des K. u. K. Jäger-Bataillons 25 versuchen, den Gegner aufzuhalten, sind aber rechts und links ohne Verbindung. Die Komman-deure der K. u. K. Bataillone 30, 33, 80 hoffen, daß der Franzose in der Nacht nicht mehr weiter vorgeht, denn österreichische Reserven sind so gut wie nicht mehr vorhan-den (tot, verwundet, versprengt)“.“


aus: „Die Geschichte der Württembergischen Gebirgsschützen“ׅ, Stuttgart 1933

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