Dienstag, 11. Juli 2017

11. Juli 1917


„Im Mai 1917 fand das Bataillon von neuem Frontverwendung in den Mittelvogesen im Moussey-Abschnitt, auf Höhe 835 und am Husarenberg. Während das Bataillon hier in Stellung lag, erhielt es 2 M. G.-Kompagnien (1. M. G.-Komp. Hauptmann Lenz, 2. M. G.-Komp. Lt. Grimm und Buhl, M. G.-Offizier Hauptmann Wall). Der Frontabschnitt, zu dem auch das Landsturm-Bataillon Rastatt gehörte, unterstand dem Kommandeur des Eßlinger Bataillons. Die Verluste der Eßlinger in dieser Stellungsperiode waren glük-klicherweise gering. Der Brennpunkt der Kämpfe lag ja damals weitab von der Voge-senfront. Von manchem Eßlinger ist die vorgeschobene „Feste Bleibtreu“, „Schlan-genburg“, „Eidechsenburg“, „Meißner“ und die eine oder andere Patrouille im dortigen ausgedehnten Waldgebiet noch nicht vergessen. Nicht wenige Patrouillen waren es, die damals ausgeführt wurden. Am 20. Juni fiel der Landsturmmann Hensler (2. Komp.) auf Patrouille, seine Leiche wurde trotz der Nähe des Feindes und des schwierigen Geländes in aufopfernder Weise vom Gefreiten Kirchner und Landsturmmann Kolb geborgen. Einer Patrouille unter Offizierstellvertreter Strauß gelang es, bis in den dritten feindli-chen Graben vorzustoßen und mit wichtigen Ergebnissen zurückzukehren. Leider fand dabei ein Mann durch Berühren eines elektrisch geladenen Drahthindernisses den Tod..“

aus: „Landsturm vor! Der mobile württembergische Landsturm im Weltkrieg 1914–1918“, Stuttgart, 1929


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